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Von Döbeln schneller nach Dresden via Riesa – Verkehrsanbindung verbessern!

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Von Döbeln schneller nach Dresden via Riesa – Verkehrsanbindung verbessern!

Ein wichtiges Ziel, für das ich mich einsetze, ist die bessere infrastrukturelle Anbindung von Riesa an die großen Städte. Dafür habe ich mich bereits für den Erhalt des ICE-Halts in Riesa stark gemacht. Nun geht es um ein weiteres Projekt, das ich als Wahlkreisabgeordneter unterstütze: Ich setze mich dafür ein, dass die Strecke von Döbeln nach Dresden über Riesa geht. Eine Fahrgastpotenzialanalyse unterstützt diese Option!

Um Döbeln schneller an Dresden anzubinden, wurden in den vergangenen Monaten vier Varianten untersucht: Neben einer Wieder-Einrichtung der Bahnverbindung über Nossen und Meißen (Regionalbahn RB 110) standen auch Verbindungen mit einem PlusBus und eine Variante über Riesa zur Diskussion. Insbesondere die letztgenannte Alternative erschließt ein hohes Fahrgastpotenzial und senkt die Reisezeit zwischen der Landeshauptstadt und Döbeln.

Bisher fährt zwischen Dresden und Riesa stündlich der Regionalexpress RE 50. Dieser ist wegen wichtiger Anschlüsse in Dresden und Leipzig nicht optimal an die Regionalbahn RB 45 angebunden, die Riesa mit Döbeln und Chemnitz verbindet. Durch die Verdichtung des Angebotes zwischen Dresden und Riesa auf einen Halbstunden-Takt kann dies behoben werden und Pendler zwischen Dresden und Döbeln könnten dank kurzer Umstiegszeiten ihr Ziel in rund 75 Minuten erreichen. Zudem ergeben sich weitere Vorteile: Der jährliche Zuschuss fällt mit 6,7 Millionen Euro pro Jahr rund drei Millionen Euro günstiger aus als die Wiederinbetriebnahme der Strecke zwischen Meißen, Nossen und Döbeln. Diese Strecke müsste zudem aufwändig saniert werden, um die Reisezeit zu senken. Erste Schätzungen gehen dafür von mindestens elf Millionen Euro aus, die bei der Variante über Riesa nicht notwendig sind.

Zudem ist das Fahrgastpotenzial zwischen Dresden und Riesa wesentlich höher: Ortschaften wie Weinböhla (10.200 Einwohner), Niederau (4.000 Einwohner), Priestewitz (3.400 Einwohner), aber auch wichtige Industriestandorte in Nünchritz (6.200 Einwohner) und Riesa (34.000 Einwohner) würden von einem dichteren Takt profitieren. Eine Potenzialanalyse zeigt für diese Variante täglich 1.900 zusätzliche Fahrgäste auf, gegenüber 900 zusätzlichen Fahrgästen auf einer wieder-eingerichteten RB 110. Die ländlich geprägten Regionen zwischen Nossen und Döbeln verzeichnen inklusive der beiden Städte rund 40.000 Einwohner. Die hier dominierende dörfliche Siedlungsstruktur wird seit 2015 mit einem Busnetz erschlossen, das viele Ortschaften im Stundentakt verbindet.

Hoffen wir für Riesa und die Region, dass wir diese Strecke durchsetzen können!