Stärkung der Lehrerausbildung im ländlichen Raum – 1.000 Euro zusätzlich für Referendare

Karte Referendare

Im März 2018 beschloss die Sächsische Staatsregierung das Handlungsprogramm „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität im Freistaat Sachsen“ – in Anbetracht der angespannten Lage auf dem Lehrerarbeitsmarkt brachte es viele dringende Maßnahmen zur Lehrergewinnung auf den Weg, u.a. die Verbeamtung von Lehrkräften. Insbesondere außerhalb der Ballungszentren Dresden und Leipzig und insbesondere in ländlichen Regionen fehlen grundständig ausgebildete Lehrkräfte; die Zahl der Seiteneinsteiger ist hoch. Mit zwei weiteren Maßnahmen hat die Staatsregierung daher nun die Lehrerausbildung im ländlichen Raum nachhaltig gestärkt. Zum einen wird das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) zwei neue Ausbildungsstätten für Referendare im Grundschullehramt in Löbau (Ostsachsen) und Annaberg-Buchholz (Westsachsen) einrichten. Die Ausbildung in den beiden Standorten soll möglichst am 01. August 2019 starten.

Darüber hinaus will Sachsen Referendare mit einer Gehaltszulage von rund 1.000 Euro – neben dem Grundgehalt von 1.500 Euro brutto pro Monat – dazu bewegen, ihren Vorbereitungsdienst an Schulen im ländlichen Raum zu absolvieren. Der sogenannte Anwärtersonderzuschlag wird erstmalig ab dem 01. August 2019 angeboten und ist an zwei Bedingungen geknüpft: Zum einen müssen sich die Referendare verpflichten, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung für fünf Jahres an einer öffentlichen oder freien Schule im ländlichen Raum in Sachsen tätig zu sein. Zum anderen muss der Vorbereitungsdienst an einer Schule in einer Bedarfsregion absolviert werden. Auch Referendare, die ihren Vorbereitungsdienst bereits ab dem 01. August 2018 oder ab dem 01. Februar 2019 antreten bzw. angetreten haben, können ab dem 01. August 2019 den Anwärtersonderzuschlag bekommen. Für diese Gruppe gibt es jedoch besondere Optionen.

Zu den Gemeinden, in denen der Zuschlag nicht gezahlt wird, gehören im Landkreis Meißen Radeburg, Moritzburg, Radebeul, Coswig und Meißen. Im Wahlkreis Riesa kann der Anwärtersonderzuschlag hingegen in allen Gemeinden gezahlt werden. Die Referendare in diesen Gebieten gehören damit zu den bestbezahlten in ganz Deutschland. Ein wichtiger und wertschätzender Schritt also, um im Wettbewerb um gut ausgebildete Lehrkräfte mithalten zu können und eine hochwertige Schulbildung überall in Sachsen – auch in den ländlichen Gebieten – zu gewährleisten.

Mehr dazu hier: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2019/01/15/sachsen-lockt-referendare-mit-1000-euro-zulage-aufs-land/