Vier namhafte Vertreter diskutierten am 23.04.2009 in Riesa über Europa. Markus Mütsch, Finanzbürgermeister der Stadt Riesa; Detlev Klaus, Vizechef der EU-Kommissionsvertretung in Deutschland; Geert Mackenroth, Sächsischer Staatsminister der Justiz und Hartmut Paul, Präsident der IHK Dresden.
Alle vier waren sich darin einig, dass Europa eines der wichtigsten Themen unserer heutigen Zeit ist. Gerade im Bereich der Wirtschaft könnten wir ohne die EU nicht mehr leben. Die Vereinigung der europäischen Länder hat uns einen gemeinsamen Markt beschert, der eine nicht zu unterschätzende Unterstützung der deutschen und sächsischen Wirtschaft ist. Nehmen Sie nur das größte Unternehmen in Riesa: Feralpi ist ein italienisches Stahlunternehmen. Ohne die EU wäre die Ansiedlung in Riesa gar nicht möglich gewesen. Das schafft Arbeitsplätze in unseren Regionen. Natürlich ist auch die EU nicht fehlerfrei. "Wer Europa gut findet, muss es kritisieren", sagte Geert Mackenroth. Kritisch betrachtet wurde vor allem der hohe bürokratische Aufwand, der mit der EU einhergeht. Hartmut Paul meinte, viele sächsische Unternehmen profitieren von der EU. Noch größer wäre allerdings der Nutzen, wenn es weniger bürokratische Hürden gäbe.
"Europa ist heute allgegenwärtig. Wenn wir uns nur bewusst machen, wie viele Gesetze schon heute durch EU-Richtlinien beeinflusst werden, sehen wir, wichtig es ist, im Europaparlament die deutschen Interessen zu vertreten.", sagte Geert Mackenroth. Damit einher ging ein eindringlicher Appell, an der Wahl zum europäischen Parlament teilzunehmen. "Bei all den Pflichten die ich als Bürger habe, bin ich froh, mein Wahlrecht ausüben zu dürfen.", so Mackenroth.
Also, liebe Bürger: Gehen Sie am 07. Juni 2009 zur Wahl und nutzen Sie Ihr Recht, Europa mitzubestimmen!